Kirche

Wie Kirchenmauern in Zukunft genutzt werden können
Seit einigen Jahren passiert es, dass mancherorts – vor allem in Städten wie Genf, Bern und Basel – ein Kirchenraum nicht mehr in gewohntem Sinn verwendet wird. Diskussionen über Umnutzungen oder nichtkirchliche Nutzungen werden geführt. Über einen Abriss wird nachgedacht oder über eine Mantelnutzung. In den vergangenen 25 Jahren fanden in der Schweiz rund 200 Kirchen, Kapellen und Klöster eine neue Verwendung. Das zeigt eine Datenbank an der Universität Bern. Deren Projektleiter Johannes Stückelberger organisierte bereits zwei Kirchenbautage, um darüber nachzudenken, wie mit unterschiedlichen, lokal angepassten Kirchennutzungen in Zukunft umzugehen wäre. Ein dritter Kirchenbautag ist im Jahr 2019 vorgesehen.
Kirchenmauern umnutzen

Spürbarer Wandel seit 40 Jahren
Von 1972 bis 1975 fand die Synode 72 der Schweizer Katholiken statt. Sie wollte mit breitem Dialog die katholische Kirche im Nachklang des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 -1965) mit frischem Wind bewegen sowie neue Formen, neue Themen, neue Sprachen entwickeln. 1974/75 drückte eine schwere Rezession auf die Wirtschaft. Das hatte – neben Interventionen des Vatikans – auch spürbare und hindernde Auswirkungen auf den Aufbruch der Kirche. Ab 1975 wandelte sich die gesellschaftliche Bedeutung der Kirchen vielerorts. Einer „fluide Religion“ hielt Einzug, und es braucht weniger Kirchengebäude.
Verfluessigung macht ueberfluessig

Die kleine Kirche auf dem Hügel über der Stadt
Die katholische Kirche „Maria Himmelfahrt“ in Burgdorf wurde zwischen 2007 und 2014 in drei Etappen renoviert. Am Schluss der 3. Etappe schrieb ich das „Gebet der kleinen Kirche auf dem Hügel über der Stadt“. Für den Bildband zur Kirche, erschienen 2016, verfasste ich Meditationen zu den einzelnen Abschnitten.
Schloss, reformierte Stadtkirche, Fachhochschule, katholische Kirche – sie fallen auf im Blick von Norden auf die Silhouette der Stadt.
Die kleine Kirche auf dem Huegel

Kirche Maria Himmelfahrt in Burgdorf – ein Bildband
Zu meinem Abschied infolge Pensionierung aus der Pfarrei Maria Himmelfahrt in Burgdorf konnte ich im Frühling 2016 in Zusammenarbeit mit dem Kirchgemeinderat als Herausgeber und mit dem Fotografen Roland Spring einen Bildband zusammenstellen. Die Fotosujets diskutierte ich mit Roland Spring. Den Text steuerte ich bei. Franziska Buenzli besorgte die grafische Gestaltung und die englische Übersetzung meines Textes. Haller+Jenzer AG übernahm den Druck. Der Bildband ist im Pfarreisekretariat in Burgdorf zu beziehen.

Im pdf „Inhalt“ stehen auf Seite 4 einige Zeilen, die dem Bild auf Seite 5 entsprechen. Usw. Worte und Bilder gehören im Normalfall zusammen.
Der normal gesetzte Text formuliert das „Gebet der kleinen Kirche auf dem Hügel über Stadt“. Der kursiv gesetzte Text ergänzt das Gebet mit Meditationen.
Bildband Kirche Maria Himmelfahrt Burgdorf

Synthese von Architektur und Kunst
Im Jahr 1991 wurde das Kirchliche Zentrum Sankt Josef eingeweiht. Von 1995 bis 2007 war ich dort als Gemeindeleiter tätig. Regelmässig erklärten Zentrumsleiter Beat Oberhänsli und ich Gruppen und Einzelpersonen den ausserordentlichen Bau. Im Frühling 2001 verfasste ich einen kleinen Kirchenführer, der heute noch in der Kirche aufliegt.
Die Architekten Hansueli Jörg und Martin Sturm sowie die Künstler Gody Hirschi und Kurt Sigrist waren/sind Mitglied der Schweizerischen Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche. Auch ich gehöre dazu. So mach(t)e ich mit Freude darauf aufmerksam, wie Kirche, Kunst und Architektur eine gelingende Synthese herstellen können.
Kleiner Kirchenführer Kirchenzentrum Sankt Josef Köniz

Bruder-Klaus-Kapelle
In Deutschland, in der Nähe von Köln, steht die private Feldkapelle Bruder Klaus, entworfen von Peter Zumthor. Zum Werk des Architekten gibt es unzählige Informationen.

Die Schweizerische Sankt Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche, deren Mitglied ich bin, unternahm im Jahr 2008 eine Exkursion nach Köln. Wir besuchten das Kunstmuseum Kolumba, den Dom mit dem Glasfenster von Gerhard Richter sowie die Kirche St. Peter mit ihrer Kunst-Station. Diese ist ein Zentrum für zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur. Ausserdem fuhren wir aufs Land nach Mechernich-Wachendorf. Dort hatte ich das Vergnügen, unserer Reisegruppe die Feldkapelle Bruder Klaus kurz vorzustellen.
Feldkapelle in Mechernich-Wachendorf