Portrait

In beruflicher Hinsicht bin ich zwar seit August 2016 pensioniert. Aber mit dolce far niente kann ich wenig anfangen. Unter anderem baue ich eine kleine Werkstatt Religion Gesellschaft & Kultur auf und aus. Drei Felder – jedes für sich ein ziemlich weites – geben mir Stoff, um Verbindungen, gemeinsame Hintergründe, Berührungspunkte zu suchen.

Das Zusammenschauen von Religion, Gesellschaft und Kultur interessiert mich seit Beginn meines Studiums 1972 an der Universität von Fribourg. Diese Optik prägte auch meine Tätigkeiten in Erwachsenenbildung, Journalismus und Pfarreiarbeit zwischen 1977 und 2016. Auf Reisen querbeet durch die Welt mit meiner Frau Rosmarie begegnen wir Menschen und Ausdrucksformen in Kunst, Architektur und Volksbräuchen, die Parallelen aus den drei Bereichen enthalten.

Vordenken – nachspüren – querbeet reisen: die drei Verben im «Kopf» geben in knapper Formulierung an, wie ich unterwegs bin.

Beruflich arbeitete ich 39 Jahre in der katholischen Kirche im Kanton Bern:

  • von 1977 bis 1981 als Pastoralassistent in der Pfarrei Bern-Bruder Klaus
  • von 1981 bis 1995 in der Gesamtkirchgemeinde Biel und Umgebung auf der Stelle für Bildungsarbeit sowie ab 1983 als Redaktor des Bieler Pfarrblattes angelus. Ab 1984 war ich als freier Mitarbeiter für das Bieler Lokalradio Canal 3 tätig. Über 100 Interviews à 1 Stunde konnte ich fürs Radio produzieren.
  • von 1995 bis 2007 als Gemeindeleiter der Pfarrei Sankt Josef mit Köniz und dem Schwarzenburgerland. Ich konnte Akzente setzen mit dem Kirchenbau als moderner Klosteranlage auf der Grenze zwischen Stadt und Land.
  • von 2007 bis 2016 als Gemeindeleiter der Pfarrei Maria Himmelfahrt in der Region Burgdorf und ab 2015 zusätzlich als Pastoralraumleiter Emmental. Die ökumenische Zusammenarbeit war prägend.

Als Religionswissenschaftler suche ich an jedem Arbeitsort Vernetzungen zwischen Kirche(n) und Kultur(en), zwischen Religion, Gesellschaft & Kultur. Daraus resultierten und resultieren spannende, überraschende Projekte.

Seit langem engagiert bin ich in der Schweizerischen Lukasgesellschaft für Kunst und Kirche. Dies hatte Auswirkungen auf Tätigkeiten in Biel, Köniz und Burgdorf, in Burgdorf speziell auf die mehrjährige Renovation der kleinen Kirche auf dem Hügel über der Stadt.

Neben Hobbys wie wandern und Velo fahren gehört das Zeitungen lesen zum täglichen Rhythmus. Ich verfolge Ereignisse in Ländern, die wir bereisten oder bereisen möchten. Zeitung lesen gibt auch Anstoss, um Museen und Kinos zu besuchen.

Am Herzen lag und liegt mir seit Jugendjahren das Zeitung machen. 12 Jahre war ich Redaktor in Biel und konnte den angelus um- und ausbauen. Von 2011 bis 2019 gehörte ich zum Vorstand des Berner Pfarrblatts (in der Funktion des Verlegers). In der Arbeitsgruppe für den Umbau des Printmediums in ein crossmediales Medium konnte ich mich aktiv einbringen, ab Januar 2018 wurde ein neues Konzept umgesetzt mit Print, Webseite und Social media. Aktuell bin ich noch im Beirat der Pfarrblattredaktion dabei.

Nun arbeite ich in meiner kleinen Werkstatt und erinnere mich an die Werkstatt meines Grossvaters und meines Vaters in der Schuhmacherei in Arbon am Bodensee, wo ich 1952 auf die Welt kam. Da wurden mit Leder und Gummi, mit Maschinen und von Hand Schuhe hergestellt und repariert.

Ich mache Kopfarbeit. Mitarbeitende in meinen Themenfeldern sind willkommen!

Büro für Religion Gesellschaft & Kultur
Markus Buenzli-Buob
Konsumstrasse 22
3007 Bern
info@regekult.ch

Bern, 03. Oktober 2019